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Sessel

In der Kategorie Sessel wurden 3 Produkte gefunden.

Der Sessel ist je nach Land bequem

Im zunehmend internationalen Geschäft kommen Kunden aus aller Herren Länder und bringen ihre Eigenarten und auch ihre Sprache mit. Da kann es manchmal sehr hilfreich sein, wenn man über sprachliche Differenzen informiert ist. Im Deutschen bezeichnet der Sessel eine bequeme, gemütliche Sitzgelegenheit. Der Österreicher sieht das anders. Am Esstisch steht gewöhnlich der Küchensessel, im Wohnzimmer werden dagegen als bequeme Sitzgelegenheiten Stühle bereitgestellt. So verwirrend es auf den ersten Blick sein mag, Stuhl und Sessel sind funktional nicht sehr weit auseinander. Der Sessel steht mehr für die Freizeit und für die Erholung, begrenzt das Miteinander häufig auf verbale Aktivitäten; der Stuhl gesellt sich an einen Tisch und nimmt an irgendwas auch körperlich teil.

Wer sich hier großzügig über die Sprachgrenzen hinwegsetzen möchte, stellt einen schweren Fauteuil auf, der allerdings in manchen Büros den optischen Rahmen sprengt. Mit Chaiselongue meint der Franzose auch nur das Römersofa, einen langen Stuhl.

Der Sessel ist – nach deutschem Sprachgebrauch – eine vergleichsweise ausladende Sitzgelegenheit, wenn man bedenkt, dass hier nur Platz für eine Person ist. Dass bei vielen Sesseln die Armlehnen für zwei weitere Personen stabil genug sind, soll hier mal außen vor gelassen werden. Aber wenn es schon mal um sprachliche Besonderheiten geht: Falls der amerikanische Besucher oder Kunde nach einem Recliner (Lehnsessel, vergleichbar mit Fernsehsessel) fragt, so kann das Angebot, Getränke nach Wunsch zu bringen, vielleicht das Begehren ausreichend befriedigen. Denn der amerikanische Lehnsessel mit der Bezeichnung Recliner hat einen integrierten Getränkehalter. Normalerweise gehört ein Fernsehsessel nicht unbedingt in den Kundenbereich eines Büros.

Allein sein

Die Alleinstellung des Sessels ist natürlich zu beachten. Unter anderem gilt dies für die Anschaffung. Üblicherweise gestalten sich die Preise nicht nach Anzahl der Sitze, wenn man Sessel, 2er- und 3er Sofa vergleicht. Speziell Sessel mit diversen Extras können auch teurer als die Sofas sein. Hier geht es natürlich um die Frage, wofür der Sessel sein sollte. In der Warteecke für Kunden ist die Kombination von Sessel und Sofas optisch meist am ansprechendsten. Im Chefzimmer ist der Verwöhnsessel konkurrenzlos.

Die "Sessel-Episode" trifft auch immer wieder mal Eltern pubertierender Kinder. Lange Zeit ist Sessel und Sofa oft überhaupt kein Thema fürs Kinderzimmer und plötzlich darf es was Ausgefallenes sein. Kompakt und bequem, solange man noch im Schneidersitz zurechtkommt wie etwa im "Ei" nach dem Vorbild von Arne Jacobson. Der Freischwinger ist dann eher was für die Party und wird auch in Büros und Tagungshäusern gern gesehen. Ein Barcelona-Sessel zeigt spartanischen Chic und der französische Clubsessel sieht ein wenig so aus, als würde die sizilianische Ausführung mit versteckten Panzerplatten geliefert.

Offerten für jeden

Die klassischen Angebote des Marktes sind da eher der Ohrensessel und der Fernsehsessel (mit Fußhocker), der Schlaf- und der Schaukelsessel. Recht neu im Programm ist der Sessel für Multimedia, womit vor allem die Sitzschale für ambitionierte Gamer gemeint ist.
Abseits vom Mainstream werden dann doch wieder Ideen aus dem Jugendzimmer aufgegriffen:

  • Sitzsack
  • Falthocker
  • Hängesessel
  • Loungesessel

Der Relaxsessel der gehobenen Mittelklasse zeigt, dass auch ein Sessel zur Entspannung ergonomischen Ansprüchen gerecht werden soll. Das mag zunächst selbstverständlich klingen, doch lange Zeit waren viele Sessel genauso wie ihre Sofas: weich. Die Wirbelsäule bog sich bei der Entspannung, bis Helfer kommen mussten, um den Sitzenden wieder aufzurichten. Heute haben Relaxsessel eine hochwertige Sitzmechanik und lassen sich penibel auf die Bedürfnisse des Nutzers einstellen. Alles andere ist Sparen an der falschen Stelle.