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Espresso

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Ein guter Espresso ist eine Wissenschaft für sich

Keinesfalls ist Espresso, manchmal auch Mokka genannt, ein einfacher Pulverkaffee oder Bohnenkaffee mit Espressogeschmack. Eine gewöhnliche Kaffeemaschine ist auch gar nicht fähig, einen echten Espresso herzustellen. Vorab: Die Menge an Koffein ist in der Regel bei einem typischen Espresso (25 ml, bei Lungo sind es 50 ml, bei Ristretto 15 ml) geringer als bei einer Standardtasse Kaffee (125 ml), allerdings ist die Konzentration deutlich höher. Der wichtigste Unterschied zwischen Kaffee und Espresso liegt im Herstellungsverfahren: Beim Kaffee tropft das heiße Wasser durch das Kaffeepulver, beim Espresso wird es mindestens ebenso heiß und mit hohem Druck durch feinstes Kaffeemehl gepresst. Dadurch entsteht auch die Schaumschicht, die sogenannte Crema. Wichtig sind aber noch weitere Komponenten. So kommt der Espresso gleich in die kleine, vorgewärmte Tasse und wird gesüßt oder ungesüßt und nicht selten in Begleitung eines Glases Wasser getrunken. In Südeuropa ist der Espresso das, was etwa in Deutschland der Kaffee ist. Bestellt man dort Kaffee, bekommt man in der Regel Espresso. Die stärkere Kaffeeart ist dann beispielsweise Restretto, die leichtere, Lungo, ist etwa so stark wie hier der Normalkaffee.

Damit wird auch schon deutlich, dass der typische italienische Kaffeegenießer seinem Hobby auf andere Weise frönt als sein deutscher Kollege. Ein Kaffeetrinker in Deutschland ist jemand, der mindestens zwei Becher Kaffee pro Tag trinkt. Die Obergrenze ist bei manchen Trinkern mit zwei Kannen Kaffee nur unzureichend definiert. Der Italiener trinkt vielleicht auch mal den ein oder andern Espresso mehr. Aber ihm stehen traditionell auch andere Kaffeearten zur Verfügung. Der Cappuccino wäre da zu nennen. Beim Espresso konzentriert sich der Italiener aber auf den Moment des Genusses. Selten weiß ein Südländer nach zwei Stunden nicht mehr, wie viele Tassen er schon geleert hat.

Die Technik

Dass Espressomaschinen aufwändiger sind als ihre Kaffeekollegen ist leicht nachvollziehbar. Rund 90 Grad heißes Wasser trifft auf 7 g gemahlenen Kaffee mit einem Druck von gut 9 bar mit dem Ziel, in etwa 25 Sekunden den Espresso mit immer noch knapp 70 Grad in die Espressotasse zelebriert zu haben. Allein die möglichen Fehlerquellen und ihre wahrscheinlichen Ursachen bei der Herstellung von Espresso zeigen, wie ernst es mit dem Thema ist. Ist beispielsweise der Geschmack zu bitter, so ist vermutlich die Brühtemperatur zu hoch oder die Durchlaufzeit zu lang. Zu helle Crema deutet auf alte Bohnen hin.

Es ist klar, dass die italienische Eisdiele an der Ecke in aller Regel keine Kaffeekrücken als Espresso auf den Tisch bringt. Wer für sich einmal herausfinden möchte, welcher Kaffee ihm am besten schmeckt, der sollte probieren statt studieren. Es gibt Restaurants, die sogar die Art und Herkunft der Kaffeebohnen abfragen, bevor sie einen Espresso bringen. Hier kann man einen guten Maßstab finden. In vielen Fällen lässt sich mit einer solchen Blaupause auch zu Hause oder im Büro ein ähnlich guter Espresso herstellen. Manchmal sind es nur Details, die den Unterschied zu gewöhnlichem Kaffee in die richtige Richtung verbessern.

Der Verbrauch

Letztlich ist der Konsum von Espresso oder Kaffee auch eine Frage der persönlichen Konstitution. Es gibt Menschen, die von einer Tasse Kaffee für fünf Stunden wach sind. Andere brauchen dafür nur einen Espresso und die nächsten schlafen so oder so ein. Hier sollte man sich beobachten und die individuelle Menge herausfinden, bei der sich der Körper noch wohlfühlt. Haftnotizen können dabei auch eine Hilfe sein, die eigenen Vorlieben zu dokumentieren.